Arequipa – die „Weisse Stadt“

Die ultimativen Pluspunkte

Peru ist eines der spektakulärsten Reiseziele dieser Erde. In ihrer Mehrzahl erreichen die ausländischen Besucher und Besucherinnen Peru auf dem Luftweg via die Hauptstadt Lima, oder aber ex Bolivien auf dem Landweg via Desaguadero oder Yunguyo (Titicacasee Region).

Abgesehen vom “Gateway” Lima gibt es vier Grossregionen, die für ausländischen Besucher und Besucherinnen in der Regel von gesteigertem Interesse sind:

  • Die Trujillo/Cajamarca Region im Norden.

  • Das für Trekking und Bergsteigen attraktive "Callejón de Huaylas" nördlich von Lima.

  • Cuzco und Machu Picchu in im zentral-südlichen Teil des Landes.

  • Die Region Arequipa/Titicacasee im Süden.

Das „Departamento de Arequipa“ umfasst 63,345 km2 (das entspricht ca. anderthalb Mal der Fläche der Schweiz); es zählt ca. eine Million Einwohner und ist im Südwesten Perus gelegen, nördlich angrenzend an die Departamentos de Ica, Ayacucho und Apurímac, südlich an Moquegua, im Osten an Cuzco und Puno; die Westgrenze bildet der Pazifische Ozean. 

Die beiden ultimativen Pluspunkte im Zusammenhang mit der Frage, warum Arequipa der ideale Ort für einen Sprachaufenthalt ist, liegen in der einmaligen urbanen Atmosphäre der Stadt sowie im ganzjährig angenehmen Klima bzw. wunderbaren Wetter. Die Höhenlage Arequipas (2330 m. ü.M.) ist moderat und signifikant tiefer als Cuzco (3330 m ü.M.) – m.a.W.: es ist sehr unwahrscheinlich bzw. ausgeschlossen, der Höhenkrankheit („Soroche“) anheimzufallen. Und zudem: es gibt wenige Orte in der hispanischen Welt (in Peru vermutlich keinen), wo die spanische Sprache so korrekt und wohlklingend gesprochen und gepflegt wird wie in Arequipa. 

Es war einmal ….. – zwei Theorien

Arequipa liegt auf 2330 m. ü.M. in einer immergrünen Oase in der südperuanischen Küstenwüste am Westfuss der südlichen Anden. Zum Bau der Stadt während der zweiten Hälfte des 16. und des 17. Jahrhunderts verwendeten die Spanier als Baumaterial perlweissen Stein vulkanischen Ursprungs mit dem Namen “sillar”. Das Material hat die Eigenschaft, unter einem bestimmten Einfallswinkel der Sonne (vor allem am späten Nachmittag) intensiv zu strahlen, fast gar zu glühen – dies ist der Grund, warum Arequipa von seinen Bewohnern stolz und liebevoll “die weisse Stadt” genannt wird. 

Mit rund 750’000 Einwohnern ist Arequipa – hart bedrängt von Trujillo im Norden – die “zweite Stadt” der Republik. Die “Plaza de Armas” ist vermutlich der spektakulärste Hauptplatz in ganz Peru: die prächtige, grossdimensionierte zweitürmige Kathedrale an der Nordseite und die zweigeschossigen Gebäude mit ihren Bögen, Säulen und Laubengängen auf den andern drei Seiten vermitteln einen durchkomponierten Charakter und bilden einen Glanzpunkt spanischen Kolonialarchitektur in der Neuen Welt. 

Wie ist Arequipa zu einem nicht-spanischen Namen gekommen? Es gibt hierzu zwei Theorien, oder Legenden ….. 

  1. Vor sehr, sehr langer Zeit liess sich eine Gruppe von Indios aus dem Hochland am Fuss der drei Vulkane nieder. In ihrer Sprache (Aymara) bedeute bzw. bedeutet “Ari” Berggipfel, und “Quipa” steht für “hinter”. In der Tat – aus der Perspektive der Herkunftsregion seiner ersten Bewohner, d.h. vom Titicacasee aus gesehen, liegt Arequipa „hinter dem Berg“, d.h. hinter dem Vulkan Misti! 

  2. Die zweite Theorie besagt, dass der Name seinen Ursprung in der Sprache der Inkas hat, d.h. Quetchua. Die Legende erzählt, dass der vierte Inka, Inca Mayta Capac, vom Hochland her kommend unterwegs war Richtung Westen, begleitet von Soldaten, heiligen Jungfrauen und Höflingen. Nachdem er den Pass zwischen Misti und Chachany überquert hatte, befahl der Inka seiner Entourage anzuhalten – er war beeindruckt von der Schönheit des weiten Tals und der grüne Oase zu seinen Füssen, die niemals zuvor von einem Inka-Herrscher aufgesucht worden war. Er realisierte auch die strategische Bedeutung des Ortes in der Verbindung zwischen Cuzco und dem Pazifischen Ozean. Also sprach Mayta Capac die legendäre Worte „Ari Quipay“ – „Ja, halten wir an!“
     

Die Gründung Arequipas (15. August 1540)

Die Spanier legten die Siedlung, von Ari Quipay oder Ari Quepay in “Arequipa” umbenannt, neu an bzw. errichteten eine Stadt, die einer solchen in Spanien ähneln sollte. Das Resultat war bzw. ist eine der schönsten Kolonialstädte des amerikanischen Kontinents. Der 15. August wird nach wie vor als Abfolge grosser Volksfeste gefeiert, mit Umzügen und Paraden, Strassenparties und Open-air-Konzerten – Tage vor und nach dem historischen Datum. Der Höhepunkt ist jeweils die “Serenata” und das Feuerwerk am Abend des 14. August auf der „Plaza de Armas“ - die hell erleuchtete majestätische Kathedrale, die beflaggten und sanft illuminierten Laubengänge der Gebäude, die die Plaza säumen, die Rabatte, Blumenbeete und Palmen, die rund um den zentralen englischen Brunnen angelegt sind, kreieren eine einmalige Atmosphäre und lassen erahnen, warum Arequipas Hauptplatz zu den schönsten der Neuen Welt gezählt wird.
 


Unter den Vulkanen ….

Der Misti (“Gentleman”, 5821 m) ist nicht der einzige die Stadt Arequipa säumende Vulkan, aber definitiv in seiner klassischen Form, zwischen dem Chachany (der Geliebte/Verehrte, 6075 m) und dem steilen Pichu Pichu (“Hoch-hoch”, 5425 m) gelegen, der eleganteste. Der Erddruck zwischen der südamerikanischen und pazifischen tektonischen Platte ist für historische Daten in der Geschichte Arequipas verantwortlich – in den Jahren 1687 und 1868 richteten Erdbeben schwere Zerstörungen an und beschädigten auch die Kathedrale, die ein drittes Mal am 23. Juni 2001 von einem Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen wurde, wobei ein Turm einstürzte. 

Sehenswürdigkeiten

Die koloniale Altstadt verkörpert prototypisch den „Arequipa-Stil“ der Architektur, dessen drei Hauptingredienzen aus italienischem Barock, spanischer Silber- und Goldbeplattungtechnik sowie andiner Kreativität bestehen – kaum verwunderlich, dass Arequipas historisches Zentrum als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO (seit 2000) geführt wird.

Das Kloster Santa Catalina ist der bedeutendste Sakralbau Perus. Gegründet im Jahr 1579 unter dem Namen Santa Catalina de Siena wurde die Anlage im Laufe des 17. Jahrhunderts laufend erweitert. „Die Stadt in der Stadt“ und einer der grössten Komplexe dieser Art auf der Welt, in der bis zu 400 Nonnen lebten, hüllte sich in geheimnisvolles Schweigen, von der Aussenwelt praktisch abgeschnitten, bis zum Jahr 1970. Dann öffneten sich die Tore, und ein grosser Teil der im Stile einer „
maurischen“ Stadt gebauten Anlage (mit Ausnahme eines kleines Bezirks im Nordteil, der nach wie vor von Nonnen bewohnt wird) öffnete sich der Aussenwelt.


Einheimische und ausländische Besucher und Besucherinnen haben – mit oder ohne Guide – gegen eine Eintrittsgebühr freien Zugang zur Anlage. Alles ist sorgfältig restauriert worden – entlang der engen Gassen und kleinen Plätze finden sich Blumen überall, und die Wände der Gebäude erstrahlen in leuchtenden Farben. Man fühlt sich fast wie in einem Labyrinth, und in den alten Speisesälen und Schlafzimmern, in der Wäscherei und der berühmten Bibliothek des Klosters, original möbliert bzw. wiederhergerichtet, glaubt man den Atem des ausgehenden Mittelalters zu spüren.
 

Neben dem Kloster Santa Catalina finden sich in Arequipa zahlreiche weitere Meisterwerke der Sakralarchitektur: die Jesuitenkirche La Compañía mit der berühmten Kapelle des Heiligen Ignazius, das Franziskanerkloster La Recoleta, Kreuzgang und Kirche La Merced sowie Kirche und Plaza San Francisco.

Weiter bietet Arequipa auch bemerkenswerte weltliche Kolonialbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, wie die Casa del Moral, die Casa Tristán del Pozo, die Casa de Irriberry, die Casa del Pastor, oder die Casa Goyeneche. Einige dieser Bauten sind nach wie vor in Privatbesitz, doch die Mehrzahl beherbergen heute Banken, Hotels, Ladengeschäfte oder die internationalen Kulturaustausch-Institute (Alliance Française, Instituto Cultural Peruano-Alemán, Instituto Peruano-Americano, etc.) und sind daher im Prinzip frei zugänglich. Beeindruckend an diesen Gebäuden ist die perfekte Steinmetzarbeit und die Innenhöfe („Patios“) mit ihren Rabatten, kleinen Statuen und Fliesen. 

Kleine malerische Kolonialstädtchen im Umland sind in den vergangenen hundert Jahren zwar zu eigentlichen Stadtteilen Arequipas geworden, haben jedoch ihren eigenen Charakter bewahren können. So etwa Yanahuara (2 km von der „Plaza de Armas“ entfernt), berühmt für die in analusischem Stil erbauten Kirchen und den einzigartigen Aussichtspunkt („Mirador de Yanahuara“), wie auch Cayma (3 km), wo sich die meisten der rustikalen Restaurants („Picanerias“) befinden (geschätzt für ihre mild-scharfen „kreolischen“ Spezialitäten), aber auch einzigartige Kirchen und Gassen und ein weiterer spektakulärer Aussichtspunkt („Mirador de Cayma“).

Das Hinterland

In den Aussenbezirken der Stadt finden sich Reste von alten Dörfern (Chilina, Socabaya, Paucarpata, Characato, Sabandia), umgeben von terrassenförmig angelegten Feldern aus den Zeiten der Inkakultur, die nach wie vor von den ansässigen Landwirten bestellt werden. Eine weitere Attraktion sind die Thermalquellen/-bäder in Yura, Socosani und Jesús.

Zwei der spektakulärsten und tiefsten Canyons der Welt befinden sich auf dem Gebiet des Departamento de Arequipa: Cotahuasi (Provinz La Unión) und Colca (Provinz Cailloma). Letzterer ist mehr als 100 km lang – der Einbruch beginnt beim Städtchen Chivay, und die grösste Tiefe liegt bei 3269 m. Wildwasser Schlauchboot- oder Kanu-Fahren (Rafting und Kayaking) sowie Bergwandern (Trekking) sind Sportarten, die im Cañón de Colca betrieben werden können. Eine Reihe von Reiseagenturen in Arequipa bieten preiswerte Zweitages-Touren in den Colca Canyon an; inbegriffen sind jeweils Transport von und nach Arequipa, eine Hotel-Übernachtung mit Frühstück plus Reiseführer (zw. USD 25.00 und USD 40.00 pro Person, Preis in Funktion der Anzahl Sterne des Hotels). Die EDEAQ wird Sie bei der Auswahl eines entsprechenden Packages beraten und Sie auf allfällige Sonderangebote aufmerksam machen.

Der Cañón de Cotahuasi, mit 3354 m der tiefste Canyon der Welt und annähernd doppelt so tief wie der
Grand Canyon in den USA, erstreckt sich vom Fuss des Vulkans Solimana bis zur Mündung des Flusses Cotahuasi in den Rio Ocoña.

Die Distanz zwischen Arequipa und dem Städtchen Cotahuasi beträgt 379 Strassenkilometer (Fahrzeit mit Bus oder Auto: ca. 12 Std.), davon sind die ersten 200 km (bis Chuquibamba) asphaltiert. Die Fahrt führt durch eine spektakuläre Landschaft, insbesondere auf den letzten 150 Kilometern, wo die Strasse auf einem ca. 4900 m hohen Pass die Anden überquert, zwischen zwei Sechstausendern, dem Coropuna (6377 m, Perus höchstem Vulkan) und dem Solimana (6093 m).

Eingerechnet Hin- und Rückfahrt ab/nach Arequipa sollten für einen Besuch des Cotahuasi Canyons mindesten vier, wenn nicht fünf Tage eingesetzt werden. Die EDEAQ wird Sie beraten, wie Sie eine Tour in den Cotahuasi Canyon, eines der grössten Naturwunder der Erde, auf eigene Faust organisieren können. Im Städtchen Cotahuasi stehen den nicht sehr zahlreichen Besuchern einige einfache Herbergen und ein kleines richtiges Hotel sowie preiswerte Restaurants mit rustikaler lokaler Küche zur Verfügung.

Auf dem Weg zum Cotahuasi Canyon kann auch das “Valle de los Volcanes” (Andagua-Region) besucht werden, ein Tal mit über 50 aus dem Quartär stammenden erloschenen Vulkanen verschiedener Grösse. Für diese Zusatzschleife sollten drei zusätzliche Reisetage eingerechnet werden.

Das Pampa Cañahuas-Naturschutzgebiet beherbergt ebenfalls ausgedehnte Vicuña-Kolonien, und das in Küstennähe gelegene “Lagunas de Mejía“ - Reservat ist ein wichtiges Schutzgebiet für Zugvögel. Weiter zu erwähnen, was die Pazifikküste betrifft, sind der Badeort Mejía (unweit der Stadt Mollendo) sowie die Strände bei Camaná und Puerto Inca.

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass die Bade-/Strandsaison sich von Mitte Dezember bis Ende März erstreckt.

vgl. www.arequipa-tourism.com

 


Freizeit und Sport

 

Veranstaltungen

Die Schule macht laufend auf kulturelle und andere Veranstaltungen in Arequipa und Umgebung aufmerksam und ist gegebenenfalls beim Besorgen von Karten behilflich. Die lokalen Tageszeitungen (El Pueblo, El Correo, Arequipa al Dia) informieren ebenfalls über entsprechende Ereignisse. Ein etwas systematischerer Veranstaltungskalender findet sich in der monatlich erscheinenden Publikation "Boletin Informativo de la MPA", der "Dirección de Cultura y Turismo de la MPA”. 

Veranstaltungen jeder Art werden auch via Handzettel oder Anschläge vor den Theatern oder einschlägigen Lokalen wie auch durch Mund-zu-Mund-Propaganda angekündigt und sind für ausländische Besucher und Besucherinnen, die in Dollar oder Euro rechnen, in der Regel sehr preiswert.

vgl. www.arequipa-tourism.com/index-en.html 

Sport

Die Schule vermittelt Kurzzeit-Mitgliedschaften im sehr gut eingerichteten Sportklub „Club Internacional Arequipa“, dem grössten Sportklub der Stadt mit dem vielfältigsten Angebot (offener Pool, Hallenbad, Tennis, Volley- und Basketball, Gymnasium, Leichtathletik, Fussball, etc.). Die grosszügige Anlage liegt in einem kleinen grünen Tal zwischen Altstadt und Yanahuara/Cayma und ist von der Schule aus in ca. 15 Minuten zu Fuss oder per Taxi (€ 0.60) zu erreichen. Die Preise für solche Kurzzeit-Mitgliedschaften sind äusserst moderat: pro Tag (Montag bis Freitag) S./ 10.00 (= ca. USD 3.30), pro Tag (Samstag oder Sonntag) S./ 15.00 (= ca. USD 4.90), pro Woche S./ 50.00 (= ca. USD 16.60), pro Monat USD 50.00. Für die Benützung einzelner Einrichtungen (wie z.B. das geheizte Hallenbad) sind zusätzliche Gebühren zu entrichten, die in der Regel jedoch weniger als einen halben Euro betragen.

Hingewiesen werden muss in diesem Zusammenhang auch auf das berühmteste Mitglied in der Geschichte des „Club Internacional Arequipa“: seine Karriere als Balljunge auf den Plätzen des „Club“ beginnend und 14 Jahre nachdem er seinen Vater gebeten hatte, ihm ein Racket zu
leihen,
schlug der in Arequipa geborene Alejandro Olmedo in einer legendären Finalpartie den Australier Rod Laver mit 6:4, 6:3, 6:4 und gewann damit 1959 als erster Lateinamerikaner das Herreneinzel des Wimbledon Tennisturniers.

Wochenendausflüge

In Funktion der Jahreszeit und/oder der Wetterbedingungen sowie der Nachfrage von seiten der Studenten/Studentinnen kann die Schule preislich günstige Wochenendexkursionen organisieren bzw. bei der Organisation solcher Unternehmungen „auf eigene Faust“ behilflich sein. Die EDEAQ berät ihre Kunden/Kundinnen auch bei der Auswahl von guten und preislich vernünftigen Angeboten der lokalen Tour Operator der Sparten Trekking und Bergsteigen. Studentinnen/Studenten, die nach Absolvierung eines EDEAQ-Sprachkurses weiter in Peru bzw. Südamerika zu reisen gedenken, sind wir bei Vorbereitung und Organisation solcher Unternehmungen gerne behilflich. 

Weiter vermittelt die EDEAQ ihren Studenten/Studentinnen Mietwagen ab/nach Arequipa zu sehr günstigen Bedingungen (erforderlich sind nationaler Führerschein und Kreditkarte für Depotleistung). 

Verfügbarkeit aller touristischer Leistungen je nach Jahreszeit/Wetterlage und/oder Kapazitäten der Veranstalter und/oder Outfitter. 
 

Und auch noch wissenswert ….

Öffentliche Verkehrsmittel

Trotz relativ effizient operierender, während der Stosszeit (16.30 bis 19.30 h) allerdings ziemlich überfüllter Transportmittel des öffentlichen Verkehrs (Kleinbusse), sind die Taxis das rascheste und bequemste Fortbewegungsmittel in Arequipa. Hunderte von kleinen Taxis, „Ticos“ genannt und in ihrer Mehrzahl von gelber Farbe, zirkulieren auf Arequipas Strassen, rund um die Uhr. Für den ausländischen Fahrgast sind die Preise mehr als moderat (d.h. weniger als ein U-Bahn-Ticket in Berlin, New York oder London): in Funktion der Distanz zwischen € 0.50 und 0.90.

Restaurants 

In Arequipa findet sich eine beträchtliche Zahl von Restaurants, alle Segmente von einfacher Snack-Bar bis zu eleganten Etablissements mit annähernd westeuropäischen Preisen abdeckend. Es ist jedoch nicht schwierig, in Arequipa schickliche Lokale mit Tagesmenüs (inklusive Suppe und oftmals einem Erfrischungsgetränk) zu finden im Preisbereich von zwischen € 1.50 und € 3.00.

Der Name “menú turístico”, das von vielen einfachen und mittelprächtigen Restaurants angeboten wird, tönt zwar etwas verdächtig, ist in der Regel aber von gutem Preis-/Leistungsverhätnis und nicht nur für „unbedarfte Touristen“, sondern auch für die Einheimischen eine lohnende Option.


Kulinarische
Spezialitäten
 

Arequipas Gastronomie, seine regionalen Spezialitäten, haben internationale Berühmtheit erlangt. Die ortstypische Küchenkunst zeichnet sich aus durch den Gebrauch zahlreicher Saucen, Kräuter und z.T. scharfer Gewürze („Chili“), weshalb die traditionellen Gaststätten Arequipas auch „Picanterías“ genannt werden.
 

Arequipas Küche ist dermassen vielfältig, dass z.B. jeder Wochentag zu seiner eigenen Suppe (mehr als Eintopf oder „Pot-au-feu“ zu verstehen) gekommen ist. Die berühmteste ist die Freitagssuppe, „Chupe de camarón“, bestehend aus diversen Gemüsen, geschnittenen Maiskolben, Kartoffeln, Frischkäse, verloren Eiern und – last but not least – grossen, leuchtend roten Flussgarnelen bzw. Flusskrevetten, dies alles gewürzt mit schwarzem Pfeffer und frischen Huatacay-Kräutern.

Die folgenden Gerichte, basierend auf Garnelen (Krevetten), Schweinefleisch, gebratenen andinen Meerschweinchen („Cuy“) oder Kaninchen, Käse und scharfen Pfefferschoten, gehören zu den bekanntesten Spezialitäten Arequipas: ocopa arequipeña, rocoto relleno, adobo de chancho, soltero de queso, pastel de papa, costillar frito, cuy y conejo chactado, cauche und chaque. Als Nachtisch sollte unbedingt ein Versuch mit queso helado (wörtlich „gefrorener Käse“) gemacht werden, was nichts mit Käse zu tun hat, sondern wunderbares Speiseeis bedeutet (Ingredienzen: Milch, Eigelb, gemahlene Kokosnussmasse, Vanilla, Zucker, Zimt, Gewürznelken). Im Sektor Getränke sind die chicha de jora (eine aus rotem Mais gebraute, leicht alkoholische Limonade), das lokale Bier („Arequipeña“) und der gesüsste Anis-Schnaps zu erwähnen, nicht zu vergessen die rustikale aber durchaus bekömmliche Qualität der peruanischen Weine (rot, rosé und weiss), deren bekannteste Marken Tacama und Ocucaje sind. Und, wie überall in Peru, beginnt ein leckeres Mahl mit dem Nationalgetränk, dem Pisco Sour, einem Cocktail bestehend aus Pisco (Weintraubenschnaps), Limetten- oder Zitronensaft, Zucker, Eis, Eiweiss und gemahlenem Zimt.

 

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